Friday, February 3, 2017

Economy study: Die ganze Wahrheit über die Bausparlüge

Warum die Bauspar ist eine Lüge?

Im Niedrigzins Umfeld machen Bausparverträge keinen Sinn mehr. Doch Banken drehen ihren Kunden solche Verträge gern zusätzlich zum Hauskredit an – und verdienen prächtig. Die „Welt“ hat nachgerechnet. 

Bausparverträge lohnen sich bei Niedrigzinsen nicht

 

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Dem widersprechen die Bausparkassen vehement. Die „Welt“ hat in Zusammenarbeit mit der Bausparkasse BHW ermittelt, für wen sich ein Bausparvertrag lohnt. Es wurden drei Szenarien für eine Baufinanzierung über 300.000 Euro mit vergleichbaren monatlichen Raten berechnet. Im ersten Fall vereinbaren die Kunden ein klassisches Tilgungsdarlehen, auch Annuitätendarlehen genannt, dessen Restschuld von 181.805 Euro nach zehn Jahren Laufzeit abgelöst werden muss. Diese Restschuld ist dann dem Risiko einer eventuellen Marktzins-Änderung ausgesetzt.

Der zweite Fall ist mittlerweile der Standardfall in Deutschland, nämlich die Kombination eines klassischen Hypothekenkredits über 200.000 Euro und eines Festdarlehens über 100.000 Euro, das durch einen Bausparvertrag getilgt wird. Hier vermindert sich das Zinsänderungsrisiko auf die Restschuld des Annuitätenkredits, die am Ende der Laufzeit gut 120.000 Euro beträgt. Wegen der Kosten lohnt sich der Bausparvertrag aber nur dann, wenn bis dahin die Kreditzinsen auf 3,7 Prozent steigen.

Die dritte Variante ist für Bauspar-Fans, die nichts dem Zufall überlassen wollen und daher die gesamte Finanzierung von 300.000 Euro über das Festdarlehen einer Bausparkasse stemmen, das mit festen Konditionen am Ende getilgt wird. Auch hier gilt die 3,7-Prozent-Schwelle.

 

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